AAC, wenn du die Wiedergabe kontrollierst (deine iPhone-Bibliothek, dein Podcast, dein Video-Soundtrack). MP3, wenn du maximale Kompatibilität brauchst (alte Hardware, eingebettete Systeme, alles vor 2010).
AAC (Advanced Audio Coding) wurde Ende der 1990er als Nachfolger von MP3 entworfen. Es komprimiert Audio etwa 20–30 % effizienter — das heißt, eine 128-kbps-AAC-Datei klingt etwa so gut wie eine 192-kbps-MP3.
Apple hat hart auf AAC gesetzt: iTunes Store, Apple Music und die Sprachmemos des iPhones nutzen es alle. YouTube nutzt AAC ebenfalls für die Audiospuren seiner Videos. MP3 ist geblieben, weil es älter, seit 2017 vollständig patentfrei und buchstäblich von allem unterstützt wird.
| Merkmal | AAC | MP3 |
|---|---|---|
| Qualität bei gleicher Bitrate | Besser | Ausgangswert |
| Dateigröße (3-Min-Song bei „transparent") | ~3 MB bei 128 kbps | ~4,5 MB bei 192 kbps |
| Veröffentlicht | 1997 | 1993 |
| Patentstatus | Patentbelastet (Lizenzgebühren) | Patentfrei seit 2017 |
| iPhone / Apple Music | Nativ | Spielt |
| Android | Spielt | Spielt |
| YouTube-Audio | Nativ (in MP4) | Wird nicht genutzt |
| Hardware-Unterstützung | Moderne Geräte | Universell |
| Mehrkanal (5.1) | Ja | Eingeschränkt |
Nutze AAC, wenn
- du Audio für ein iPhone, iPad oder eine Apple-Music-Bibliothek speicherst.
- du Video-Soundtracks für YouTube, MP4-Auslieferung oder eine moderne Video-Pipeline kodierst.
- du die kleinstmögliche Datei bei hoher Qualität willst.
- du einen Podcast oder ein Hörbuch an moderne Player verteilst.
Nutze MP3, wenn
- du mit jemandem teilst, der möglicherweise alte Hardware hat (Autoradio von 2008, billiger MP3-Player).
- du eine CD brennst oder in Firmware einbettest.
- du eine komplett patentfreie Verteilung brauchst (Open-Source-Projekte, Archivspeicher).
- deine Zielgruppe gemischt ist und „jede Oma kann es abspielen" wichtiger ist als die Dateigröße.
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FAQ
- Ist AAC wirklich besser als MP3?
- Bei gleicher Bitrate ja. Bei 128 kbps klingt AAC bei Becken, Hallfahnen und Stereobild merklich sauberer. Bei 256 kbps+ sind beide im Wesentlichen transparent und der Unterschied verschwindet.
- Spielt mein Autoradio AAC?
- Autos ab ungefähr 2012 meistens ja. Ältere Geräte (insbesondere CD-Wechsler) können nur MP3 und WMA. Im Zweifel für die Autonutzung in MP3 konvertieren.
- Warum nutzen iTunes / Apple Music AAC?
- Apple hat AAC früh lizenziert und sein gesamtes Ökosystem darauf aufgebaut. Apple Music streamt 256 kbps AAC. Ihr proprietäres „Apple Lossless" (ALAC) ist ein separates, verlustfreies Format.
- Verbessert die Konvertierung von MP3 zu AAC die Qualität?
- Nein. Die verlustbehaftete Kompression ist bereits passiert. Eine Konvertierung von MP3 zu AAC komprimiert bereits degradiertes Audio erneut — meist etwas schlechter als die Quelle. Behalte wenn möglich das Original.